Exoten

Exoten sind Tiere, die schwierig oder gar nicht nachgezüchtet werden können und daher immer wieder der Natur entnommen werden oder die aufgrund besonderer Ansprüche in der Regel in Privathaushalten nicht artgerecht gehalten werden können (z.B. Papageien, Reptilien wie Schildkröten, Schlangen und Echsen, Amphibien und andere). Daher lehnt der Deutsche Tierschutzbund die Haltung von Exoten und Wildtieren ab.

Problematik

  • Exotenhaltung ist Wildtierhaltung. Eine artgerechte Haltung ist kaum möglich.

  • Über die meisten Wildtiere fehlen ausreichende ethologische Erkenntnisse in ihrer natürlichen Umgebung sowie über eine artgerechte Haltung in der Gefangenschaft (z.B. Papageien: viele Papageien entwickeln in Gefangenschaft Verhaltensstörungen und rupfen sich selbst die Federn aus).

  • Die endgültige Größe der Tiere wird oft unterschätzt (z.B. Schnappschildkröte: der Panzerdurchmesser eines Jungtieres beträgt beim Kauf ca. 10 cm, wenige Monate später jedoch schon ca. 50 cm!!).

  • Die Fütterung der Tiere ist teilweise problematisch (z.B. Schlangen: viele Schlangen benötigen Lebendnahrung; Mäuse oder junge Küken werden einfach in die Terrarien gesetzt und haben keine Chance zu entkommen).

  • Die Ansprüche der Tierart an ihre Umwelt sind in Gefangenschaft kaum zu verwirklichen (z.B. Meerwasserfische: Meerwasserfische haben hohe Ansprüche an Temperatur, Salzgehalt, Härte des Wassers; der Aquarienbesatz wird in Deutschland 4 x im Jahr erneuert!!)

  • "Spontankäufe" und damit verbundene nichttiergerechte Haltung sind nicht auszuschließen (z.B. Kauf von Anemonenfischen nach dem Kinofilm "Nemo").

  • Exoten werden zum Teil auch als reine Statussymbole gehalten.

  • Die überwiegende Anzahl Exoten werden als Wildfänge eingeführt, leiden und sterben auf Transport (z.B. Zierfische: pro Jahr werden ca. 50 Tonnen Seewasser-Zierfische importiert. Umgerechnet auf ein durchschnittliches Gewicht von 8 g pro Zierfisch ergibt das etwa 6,25 Millionen Seewasser-Zierfische. Die Mortalitätsrate beim Transport liegt bei etwa 50-70 Prozent.).

  • Das Fachwissen um Erkrankungen und Behandlungen von Exoten ist unzureichend.

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