Illegale Vogeljagd in Europa

Die wenigsten Länder haben die Morde im Griff

Habicht

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Vogelschützer des Dachverbandes BirdLife International legten gestern, auf einer internationalen Konferenz in Larnaka, Zypern, einen Bericht über die illegale Verfolgung von Vögeln in Europa vor.

Erschreckenderweise werden in den meisten der 38 untersuchten Ländern Vögel gejagt. Auch in Deutschland werden jährlich mehrere Tausend Tiere, vor allem Raben- und Greifvögel, Opfer von illegaler Verfolgung.

Die Motive der Täter sind unterschiedlich. Doch zumeist sind es wirtschaftliche Gründe. Landbesitzer empfinden die Tiere als Konkurrenten, andere sehen in den toten Vögeln eine gute Einnahmequelle. Manchmal werden sie aber auch nur zum Spaß geschossen oder als Trophäen aufbewahrt, wie die Studie zeigt.

"Vögel werden geschossen, in Fallen oder Netzen gefangen, kleben an Leimruten fest oder werden vergiftet. Die Kreativität der Menschen, die das Gesetz brechen um Vögel zu töten ist erschreckend", so Boris Barov, der European Conservation Manager von BirdLife Europa, der die neue Studie vorstellte. Gerade die Verwendung von Gift macht den Experten Sorgen. In den meisten Ländern nimmt das Auslegen von Giftködern zu. Doch das Gift tötet nicht nur die seltenen Vögel, es ist auch eine Gefahr für andere Wildtiere und Menschen.

Der NABU beklagt auch, dass nur die wenigsten Fälle aufgedeckt werden würden, die Dunkelziffer sei auch in Deutschland entsprechend hoch. "Wir fordern ein härteres Vorgehen gegen die illegalen Greifvogelverfolgungen", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wer unter Schutz stehende Vögel abschießt, fängt oder vergiftet, sollte mit empfindlichen Strafen rechnen müssen.

Quelle: Nabu

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