Manifest zum Antinatalismus

Bereits im Jahr 2030 ist mit neun Milliarden Menschen, bis zum Ende des Jahrhunderts mit mehr als 12 Milliarden Menschen zu rechnen, die den Planeten wie einen giftigen Schimmel überwuchern werden.

Man führe sich zur Verdeutlichung der Wachstumsgeschwindigkeit nur vor Augen, dass ein Paar mit drei Kindern - gleiches Fortpflanzungsverhalten der Kinder und Enkel unterstellt - in zehn Generationen auf 88.572 Menschen anwächst.

Das Wachstum der Menschheit überfordert inzwischen alle ökologischen und politischen Systeme und lässt unseren Planeten in absehbarer Zeit ins Chaos abgleiten.

Antinatalismus ist ein Thema, das in der Geschichte von Denkern schon mehrfach berührt wurde, seine Dringlichkeit erhielt dieser Problemkreis jedoch erst, als die Wachstumskurve der Menschenflut in den exponentiellen Bereich, in den unbeherrschbaren Bereich, überging.

Ein Verleugnen, ein Schönreden dieser Entwicklung stellt ein Verbrechen gegenüber bestehendem und künftigem Leben dar, vernichtet es doch jegliche Zukunftsperspektive für eine humane Lebensgestaltung. Muss man die heutige Vernichtung der Lebensgrundlagen nicht vielmehr auch als einen massiven Verstoß gegen die Menschenrechte, die Menschenwürde kommender Generationen bezeichnen und brandmarken?

Wer eine friedvolle und weitgehend leidensfreie Welt anstrebt, muss das ungebremste Wachstum der Menschheit ächten, das Anathema, den Bannfluch über die "Lebensspender" sprechen, die durch fehlende Antizipation der Folgen ihrer Handlungen zu extremen Lebensverächtern werden. Gerade wer die Heiligkeit des Lebens propagiert und anerkennt, darf kein neues Leben, ein Leben, das von Leid getragen wird, produzieren, sondern kann sich einzig und allein nur darum bemühen, bestehende Qual zu verringern. Wer Leben heute noch produziert, ist in letzter Konsequenz Befürworter des Leides, ist Gegner, zumindest aber Verhinderer, eines leidfreien Lebens; wer Leben produziert, toleriert zugleich auch das Leiden, das Sterben und den Tod dieses Lebens.
Quelle: http://www.pro-iure-animalis.de

Infografik: Die Menschheit wächst nicht unbegrenzt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Nicht wenige Menschen glauben, dass die Weltbevölkerung exponentiell, also unbegrenzt, wächst. Die Zahlen der Vereinten Nationen zeichnen indes ein anderes Bild. Demnach wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2100 zwar auf rund elf Milliarden steigen, aber zu diesem Zeitpunkt fast überall auf der Welt schon wieder rückläufig sein.

In Asien und Ozeanien wird die Bevölkerung beispielsweise ab 2070 wieder schrumpfen, in Europa werden die Grenzen des Wachstums sogar schon 2060 erreicht sein. Einzige Ausnahme ist Afrika, aber auch dort wird sich das Bevölkerungswachstum zum Ende des Jahrhunderts hin abschwächen. Vielleicht kommt es aber auch anders.

"Die Weltbevölkerung wird neun Milliarden Menschen nie erreichen. Sie wird ihren Gipfelpunkt von acht Milliarden im Jahr 2040 erreichen und dann zurückgehen," sagt Jørgen Randers, Mitautor der Studie "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome. So oder so ist eher davon auszugehen, dass die Probleme mit der Überbevölkerung überschaubar bleiben.

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