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Nashörner

Lebensweise der Nashörner

Quelle: Touring-Afrika.de

Das Nashorn ist heute in freier Wildbahn nur noch in Afrika und Asien anzutreffen. In Südafrika leben nach vorsichtigen Schätzungen derzeit wieder ca. 8.900 Exemplare in geschützten Wildreservaten und lassen sich bei einer Safari wunderbar beobachten.

Seinen bildlichen Namen verdankt das Nashorn jenen Haaren, die ihm vorne aus dem Schädel sprießen, um sich dort zu einer beeindruckend harten Stoßwaffe in Form eines spitzen Horns zusammenzufügen. Der Irrglaube, dass diese Hörner, zu Pulver zermahlen, nicht nur bei Potenzproblemen Wunder bewirken könnten, hätte beinahe zur Ausrottung dieser bemerkenswerten und imposanten Kraftpakete geführt. Denn: Sie wurden um ihrer Hörner willen zu Tausenden bejagt und getötet.

Der Körper eines Nashorns ist so kompakt gebaut und mit so viel geballter Kraft ausgestattet, dass sogar ein deutscher Jagdpanzer nach ihm benannt wurde. Der massige Rumpf wird von kurzen dicken Beinen getragen, die ein angriffslustiges Nashorn schnell auf bis zu 45 km/h beschleunigen können und damit ein wütendes Tier zu einer lebensgefährlichen Bedrohung werden lassen. Die graubraune Hautfarbe tarnt das Nashorn, welches sein schlechtes Sehvermögen mit einem feinen Geruchssinn und einem scharfen Gehör perfekt kompensiert. Zur Körperpflege bedienen sich die massigen Tiere eines mobilen Hautkosmetikteams: Madenhacker und Kuhreiher reiten auf den Nashörnern und picken deren Haut von Parasiten und Ungeziefer rein.

Nashörner sind üblicherweise Einzelgänger, die sich nur höchst selten zu kleinen Herden zusammentun. Ein brünstiges Weibchen sorgt immer für teilweise blutige Unruhen unter den Männchen. Bis „sie“ dem Sieger des Hochzeitswettstreites jedoch endlich ihre Gunst schenkt, will sie noch aufwendig hofiert werden. Was manchem wie ein Kampf auf Leben und Tod zwischen zwei Erzfeinden erscheinen mag, ist hier in Wirklichkeit als Vorspiel zu interpretieren. Hat „er“ sie endlich erobert, wird sie nach etwa 1 ½ Jahren einem Nashornbaby das Leben schenken.

Nashörner sind nachtaktive, scheue Tiere, die nur dann energisch angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Außer dem Menschen haben sie keine natürlichen Feinde. In zahlreichen Nationalparks Südafrikas lassen sie sich wunderbar beobachten!

Breitmaulnashorn (White Rhinoceros)

Breitmaulnashorn
Breitmaulnashorn Quelle: WWF Schweiz



Allgemeines

• Schulterhöhe: 1,80 m
• Kopf-Rumpf-Länge: bis zu 4,00 m
• Gewicht: bis zu 3,50 t

Kennzeichnend für Breitmaulnashörner ist zum Einen das breite, stumpfe Maul und zum Anderen der Nackenhöcker.
Breitmaulnashörner haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör. Allerdings ist die Sehkraft eingeschränkt.

Lebensweise

Breitmaulnashörner halten sich in kleinen Gruppen von 2 bis 5 Tieren in der Nähe von Wasser- und auch Suhlstellen auf. Erwachsene Bullen leben allerdings allein.

Die Tiere sind überwiegend tagaktiv, vermeiden aber die direkte Sonneneinstrahlung.
Sie haben oft Gesellschaft von bestimmten Vogelarten (Madenhacker), die ihnen dabei helfen Parasiten aus offenen Wunden zu hacken. Zusätzlich warnen die Vögel die Tiere bei lauernder Gefahr, indem sie laut aufschreien und nach oben fliegen.

Ernährung

Als Grasfresser halten sich Breitmaulnashörner bevorzugt in weiten, ebenen Landschaften auf.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung des Breitmaulnashorns beträgt bis zu 40 Jahre.

Verbreitung in Südafrika

Breitmaulnashörner sind z.B. im Kruger National Park, im Mapungubwe National Park und World Heritage Site (aber eher selten), im Marakele National Park und im Mokala National Park vorzufinden.

Spitzmaulnashörner

Allgemeines

Spitzmaulnashorn
Spitzmaulnashorn Quelle: WWF Schweiz

• Schulterhöhe: 1,60 m
• Kopf-Rumpf-Länge: bis zu 4,00 m
• Gewicht: 0,80 - 1,20 t

Kennzeichnend für Spitzmaulnashörner ist die Oberlippe, die zu einem schmalen fingerartigen Organ geformt ist, welches den Unterkiefer überlappt.

Die Tiere haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör. Allerdings ist die Sehkraft eingeschränkt.

Lebensweise

Spitzmaulnashörner sind Einzelgänger und für ihre Angriffslust bekannt. Sie halten sich meist in der Nähe von Wasser- und auch Suhlstellen auf.

Die Tiere sind überwiegend tagaktiv, vermeiden aber die direkte Sonneneinstrahlung.

Sie haben oft Gesellschaft von bestimmten Vogelarten (Madenhacker), die ihnen dabei helfen Parasiten aus offenen Wunden zu hacken. Zusätzlich warnen die Vögel die Tiere bei lauernder Gefahr, indem sie laut auschreien und nach oben fliegen.

Ernährung

Spitzmaulnashörner ernähren sich von Blättern und Früchten, weshalb sie meist in buschigem Gelände unterwegs sind.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung des Spitzmaulnashorns beträgt bis zu 40 Jahre.

Verbreitung in Südafrika

Spitzmaulnashörner sind z.B. im Kruger National Park, im Addo Elephant National Park, im Mountain Zebra National Park, im Marakele National Park und im Mokala National Park vorzufinden.

Bitte weiterlesen: Wilde, majestätische Nashörner werden aussterben

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