Fleisch ist Klimakiller Nr. 1

Weltgesundheitstag 07.April

Der Fleischkonsum ist viel zu hoch. Fleisch gehört zu den gesundheitsschädlichsten Lebensmitteln.

Zum Weltgesundheitstag am 7. April erinnert die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Konsumenten daran, dass Fleisch zu den gesundheitsschädlichsten Lebensmitteln gehört. Es ist nachweislich für die am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten und Haupttodesursachen verantwortlich.

Doch Tierprodukte sind auch ungesund für unser Klima: Bereits mehrere internationale Studien belegen, dass Massentierhaltung – aus der über 90 Prozent des Fleisches stammen – der größte Verursacher des Klimawandels ist. Dass Massentierhaltung auch ungesund für die Tiere ist, versteht sich von selbst.

„Die Menschen haben die geistige Verbindung zwischen dem Tier auf der Wiese und dem Stück Fleisch auf dem Teller verloren“, betont Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. „Viele verdrängen die Tatsache, dass das, was sie gerade zu sich nehmen, einmal gelebt und gefühlt hat.“

Heute weiß man, dass der Konsum von Fleischprodukten zu Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen und bestimmten Krebsarten führen kann.

VIER PFOTEN fordert daher ein Umdenken nicht nur seitens der Konsumenten: „Bei der Forschung zu Tierversuchsalternativen ist die so genannte 3R-Methode verbreitet: Reduce, Refine, Replace.

Dies lässt sich auch auf den Fleischkonsum

und die Fleischproduktion umlegen“, betont Stadler abschließend:

  • Reduce: Viele Ernährungsexperten empfehlen eine Reduktion des Fleisch- und Wurstkonsums auf maximal drei Portionen pro Woche
  • Refine: Massentierhaltung muss Schritt für Schritt durch Freilandhaltung ersetzt werden
  • Replace: Schmackhafte pflanzliche Fleisch- und Wurstprodukte gibt es in immer größerer Auswahl in immer mehr Supermärkten.

Das World Watch Institute hat im November 2009 als Reaktion darauf ebenfalls eine Studie veröffentlicht, um die von der FAO nicht erfassten Faktoren zu integrieren. Wenn es nach dieser Studie geht, ist die Tierproduktion sogar für 51 Prozent des vom Menschen verursachten Klimaeffekts verantwortlich.

In einer im Februar 2009 veröffentlichen Studie, die das Problem nicht nur von der Emmisionsseite her betrachtet, kommt die Netherlands Environmental Assessment Agency (PBL) zu dem Ergebnis, dass uns der Klimawandel bis zum Jahr 2050 Vierzig Billionen (40.000.000.000.000) Dollar kosten wird.

Bis zu 80 Prozent dieser Kosten (also 32 Billionen Dollar) würden gar nicht erst entstehen, wenn wir unseren Konsum vom Fleisch, Milch und Eiern reduzieren. Um sich unter dieser astronomischen Summe etwas vorstellen zu können: Mit diesem Geld könnten zum Beispiel mehr als 200 Millionen Einfamilienhäuser zu je 150.000 US$ gebaut werden - ein neues Haus für alle Menschen in Europa, Russland, Australien und Kanada zusammen!

Quelle:
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz 2011

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