Pferde in Not


Jedes Jahr im Herbst, wenn die Fohlen abgesetzt werden, werden Hunderte im Überschuss "produzierter" Haflinger-, Noriker- und Freibergerfohlen auf einschlägigen Pferdemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Kauf angeboten.

Fohlen, für die im entscheidenden Moment der Auktion kein privater Käufer vorhanden ist, werden getötet.

Auf viele dieser Fohlen wartet ein grausamer Transport nach Italien oder Frankreich. Dort ist Erlös und Nachfrage - noch - höher als in Deutschland. In Italien und Frankreich wartet dann nur einer auf die Fohlen: Der Metzger! Die Fohlen werden grausam abgeschlachtet! Dieses Schicksal trifft gesunde Tiere, welche oft selbst den Zuchtkriterien entsprechen.

Massenweise Fohlen werden geboren, um nur einen Zweck zu erfüllen: Mensch, Hund und Katze als Fleischlieferant zu dienen! Der grausame Leidensweg trifft Tiere, die der Aufzüchter nicht zur Aufzucht und Ausbildung behalten möchte, da er weder Zeit noch Geld investieren will, sondern den schnellen Profit sucht. Fragen nach dem Grund lassen sich mit eiskalter und (meines Erachtens) moralisch verwerflicher Profitgier der "Aufzüchter" sowie mit einer nicht weniger verwerflichen Nachfrage nach "zartem Fohlenfleisch" beantworten.

Offensichtlich werden die Fohlen ausschließlich für den Metzger gezüchtet, da ein potenzieller privater Käufer erst nach dem Absetzen - also meist zu einem viel späteren Zeitpunkt - gefunden werden könnte. Die unendliche Qual der Pferdekinder auf ihrem langen Leidensweg bis zum frühen Tod kann man nur erahnen. Nach einem grausamen Transport werden die Überlebenden abgeschlachtet. Oft erleben sie vor dem eigenen Tod die Tötung ihrer Leidensgenossen, da mehrere Fohlen gleichzeitig in sogenannte Schlachtboxen geführt werden.

Entsetzliche Angst und Panik, Qual und Hilflosigkeit sind die letzten Gedanken der Fohlen! Nicht nur Fohlen, sondern auch erwachsene Pferde sind betroffen und werden dem Metzger vorgeführt. Wir können weder die Menschen, noch die Ursachen und Gesetze ändern, doch versuchen wir zu helfen!

Ein aktueller Trend geht dahin, dass Pferdefleisch in der Fütterung von Hunden und Katzen, die an Futtermittelallergien leiden, empfohlen wird.

Wozu führt die Fütterung von Pferdefleisch an Hunde und Katzen mit Futtermittelallergie?
Es werden immer mehr Überschüsse gezüchtet, die dann beim Metzger landen, da die Nachfrage in Deutschland steigt. Süße Fohlen, zum Leben geboren, werden einem grausamen Pferde Schicksal zugeführt, da Profit gewittert wird ohne Investitionen. Können Sie als Hundehalter und Katzenhalter dies verantworten und - schlimmer noch - unterstützen, indem Sie Pferdefleisch füttern? Kein echter Tierliebhaber kann diesen Trend mitmachen und bei Futtermittelallergien Pferdefleisch füttern. Ein Pferd ist ebenso ein liebenswürdiges Haustier (obwohl es nicht in der Wohnung lebt) wie Hund und Katze selbst.

Pferde weisen darüber hinaus das belastetste Fleisch überhaupt auf. Gerade aus dem Grunde, dass Pferde in unseren Breitengeraden geliebt und als Freizeitpartner gesehen werden, landen Pferde nicht ohne Weiteres auf dem Schlachthof. Pferde landen erst auf dem Schlachthof, wenn sie weitreichend vor- und austherapiert, mit Medikamenten zugedröhnt und extrem belastet sind.

Warum also gerade Pferdefleisch als unbelastet verkaufen?
Ob letztlich das veterinärmedizinisch austherapierte und mit Medikamenten hinreichend behandelte Pferd bei Hund und Katze auf dem Teller landen oder gar das Pferd, welches extra für diesen Zweck gezüchtet wurde, das werden Hund und Katze sowie auch Hunde- und Katzenbesitzer nicht erfahren.

Wenn also moralische Gründe nicht davon abhalten können, Pferdefleisch zu füttern, so sollte zumindest das Argument des belasteten Fleisches ausreichen, kein Pferdefleisch bei Futtermittelallergien von Hunden und Katzen zu füttern. Die Erfahrungen - wie soll es auch anders sein - sind bei der Fütterung von Pferdefleisch nicht besser, sondern eher schlechter, was die problembezogene Fütterung von Hunden und Katzen angeht, die Futtermittelallergien aufweisen.

Quelle: Tierheilkundezentrum

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