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Folter und Mord an Primaten

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche/YouTube

Versuche an Primaten

Berber-Affe

Sponsor: Rolf Hicker Link: Rolf Hicker

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche

Freiheitsberaubung, Folter und Mord
Versuche an Primaten bei Covance, Münster


Stellen Sie sich vor...
Ihre Mutter wird erschossen, die meisten Ihrer Familienmitglieder können fliehen, Sie werden sie nie wieder sehen. Sie werden von brutalen Händen gepackt und in eine kleine Holzkiste gesteckt. Nach Wochen in der Kiste, zerrt man Sie heraus und wirft Sie in ein Gefängnis aus Metallgitterstreben. Es gibt nichts, mit dem Sie sich beschäftigen können, Ihr Schlafplatz sind die nackten Stahlstangen. Nach einer Zeit des Eingewöhnens werden Sie aus Ihrem Gefängnis herausgezerrt. Zuerst ist einfach nur die Berührung durch diese seltsamen Wesen schrecklich. Die Arme auf den Rücken gedreht, wird Ihnen der Mund aufgerissen, ein langer Plastikschlauch in den Rachen bis in den Magen getrieben. Es tut schrecklich weh, Ihnen ist schlecht, sie werden in den Käfig zurück geworfen. Von jetzt ab werden Sie Tag für Tag so gefoltert. Sie wissen, was auf Sie zukommt und Sie versuchen verzweifelt sich zu wehren. Sie schreien, beißen, zappeln, wenn jemand versucht Sie aus dem Gefängnis zu zerren. Es nützt nichts, die Wesen sind stärker und schütteln und schlagen Sie, weil Sie nicht mitmachen. Ihnen fehlt die Wärme Ihrer Artgenossen so sehr. Sie wissen nicht, was schlimmer ist, die Eintönigkeit und Einsamkeit im Gefängnis oder die täglichen Qualen des Schlauch-in-den-Magen-Treibens. So vergehen Wochen, Monate, Jahre - bis Sie durch eine Spritze erlöst werden.

Würde man dies einem Menschen antun, würde man es Freiheitsberaubung, Folter und Mord nennen. An einem Affen durchgeführt, nennt man es »Wissenschaft«.

Covance Folterlabor
Bei der Firma Covance in Münster werden im Auftrag von Pharmafirmen Giftigkeitstests an Primaten, hauptsächlich Javaner- und Rhesusaffen, durchgeführt. Die Tiere stammen aus Mauritius, China und Vietnam und haben schon die Tortur des Transports hinter sich, wenn sie bei Covance ankommen. Einzeln in kleinen Metallgitterkäfigen gehalten und so ihrer natürlichen Verhaltensweisen beraubt, werden die sozialen Tiere im wahrsten Sinne des Wortes verrückt. Sie zeigen die typischen Symptome von Hospitalismus, Im-Kreis-Drehen, Wippen, Hin-und-Her-Laufen. Täglich werden schmerzhafte Prozeduren vorgenommen: Zwangsfütterung von Substanzen, Blutentnahmen, Infusionen, bei denen die Tiere in einem 'Affenstuhl' fixiert werden usw. Als wäre das alles nicht schon qualvoll genug, werden die Affen zudem bei Covance vom Personal brutal misshandelt. Die Mitarbeiter gehen mit einer unglaublichen Rohheit und Gefühllosigkeit ans Werk und verspotten die hilflosen Tiere auch noch.

Skandalöse Zustände aufgedeckt
Diese unhaltbaren Zustände bei Covance wurden durch die britische Tierversuchsgegner-Organisation BUAV (British Union for the Abolition of Vivisection, www.buav.org/covance/) enthüllt. Ihnen war es gelungen, einen Mitarbeiter als Tierpflegergehilfen bei Covance einzuschleusen. Was er in den fünf Monaten an Bildmaterial zusammengetragen hat, entlarvt die Tierversuchsindustrie als was sie ist - skrupellose Geschäftsmacher, die sich auf Kosten von unschuldigen Tieren bereichern. Schon im September 2003 stellen die Ärzte gegen Tierversuche e.V. Strafanzeige (Link zur Pressemitteilung) gegen Covance. Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte berichtet, wie 500 überschüssige Affen »entsorgt« worden waren - sie wurden totgespritzt, einige davon mit einem nicht zugelassenen Mittel, das einen besonders qualvollen Todeskampf der Tiere zur Folge hatte.

Wie ein dreijähriges Kind
Primaten haben ein komplexes Kulturleben und ausgeprägte intellektuelle und emotionale Fähigkeiten. Sie haben ein Ich-Bewusstsein, können verschiedene Arten von Werkzeug gebrauchen und aus einem erlernten »Wortschatz« völlig neue, eigene Sätzen bilden. Die Fähigkeiten von Schimpansen sind vergleichbar mit denen eines dreijährigen Kindes, die von Rhesusaffen mit denen eines 10-Monate alten Babys. Primaten sind unsere nächsten Verwandten - und doch werden sie zu Tausenden in der Forschung verschlissen. Im Jahr 2002 litten und starben offiziellen Statistiken zufolge in Deutschland genau 1.889 Affen in Versuchen »verbraucht«.

Mehr als ein Drittel (798) von ihnen stammt aus Nicht-EU-Ländern. In einigen afrikanischen und asiatischen Ländern werden Affen für den Export gezüchtet, viele werden aber auch wild gefangen. Aus ihren Familienverbänden gerissen, leiden die Tiere an der sozialen Isolation. Bei Fang und Transport kommen Hunger, Durst, Hitze oder Kälte, Lärm, Enge der Käfige und eine oft rücksichtslose Behandlung durch Fänger und Exporteure hinzu. Viele überleben den Stress nicht. Im Labor angekommen, verbringen sie den Rest ihres Lebens hinter Gittern - oft in Einzelhaft. Schon allein die Haltungsbedingungen sind für die intelligenten und sozialen Tiere eine Tortur.

Ethisch nicht zu rechtfertigen und wissenschaftlich unsinnig
Im Jahr 2001 wurden über Zweidrittel der Primaten in toxikologischen Untersuchungen verwendet, das heißt, sie wurden vergiftet. Die Versuchsergebnisse solcher Giftigkeitsprüfungen sagen jedoch nur etwas über die Reaktion der Affen aus und lassen keine Vorhersage für den Menschen zu. Tierversuche sind im Allgemeinen und an Primaten im Besonderen moralisch nicht zu rechtfertigen und wissenschaftlich unsinnig. Gerade bei Affenversuchen müssen wir uns fragen, ob alles, was machbar ist, auch erlaubt sein darf. Einerseits sind wir unseren nächsten Verwandten, den Primaten, ähnlich, weswegen sich Experimente an ihnen aus ethischen Gründen verbieten, andererseits sind die Unterschiede aber doch so groß, dass die Untersuchungsergebnisse keinen wissenschaftlichen Wert haben.
Die Ärzte gegen Tierversuche sind der Überzeugung, dass die verdeckt aufgenommenen Beweise kein Einzelfall sind. Zustände wie bei Covance sind hinter den verschlossenen Türen mit Sicherheit auch anderer Labore an der Tagesordnung. Die Undercover-Recherche von BUAV brachte an Tag, was die Öffentlichkeit nicht sehen darf. Sie unterstreicht damit die Notwendigkeit eines sofortigen Verbots von Tierversuchen.

Weitere Informationen
Das Faltblatt »Freiheitsberaubung, Folter, Mord« mit Informationen zu Primatenversuchen kann bei Ärzte gegen Tierversuche bestellt werden.
Mehrere Tausend Beispiele von Versuchen an Primaten, darunter auch einige bei Covance durchgeführte, sind in der Internetdatenbank www.datenbank-tierversuche.de abrufbar.
Weitere Informationen über Covance und was Sie dagegen tun können, erhalten Sie bei: www.buav.org/covance/ und www.tierrechte.de.

 

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Brutale Tierquälerei

Quelle. ZDF-Magazin "Frontal21" vom 09.12.03

Exklusive Aufnahmen des ZDF-Magazins "Frontal 21" belegen das Grauen in seinem ganzen Ausmaß: Mit verstecktet Kamera drehten die Reporter im Forschungslabor Covance Laboratories in Münster. Die Tierversuche werden für die Pharma- und Biotechnik-Branche durchgeführt.

Die Rhesusaffen und Makaken sind in Einzelkäfigen untergebracht und zeigen nach Expertenmeinung schwere Verhaltensstörungen. Den armen Affen werden Testsubstanzen in den Magen gespritzt und viel zu häufig Blut abgenommen. Auch halten sich die Forscher nicht an die vorgeschriebenen Pflegemaßnahmen, die nach den Versuchen erforderlich sind. Die gequälten Affen vegetieren in ihren Verschlägen vor sich hin.

Prof. Horst Spielmann vom Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Veterinärmedizin: "Wenn diese Aufnahmen, die hier gezeigt werden, aus Deutschland kommen, ist das sicherlich bedauerlich, und es müssen diejenigen, die verantwortlich sind, dafür sorgen, dass das so schnell wie möglich abgestellt wird".

Zu den Anschuldigungen der Tierquälerei äußerte sich Covance Laboratories gegenüber dem ZDF-Magazin schriftlich und stritt sämtliche Anschuldigungen ab. Die Primaten würden in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen gehalten. Weiter erklärte das Unternehmen, dass die Affen keine haltungsbedingten Verhaltensstörungen aufwiesen und nach den Eingriffen stets ausreichend versorgt würden.

Doch die Fernsehbilder sprechen eine deutlichere Sprache und zeigen die traurige Wahrheit auf.

An diesem Beispiel zeigt sich einmal mehr, wie wichtig und dringend es ist, solchen Machenschaften das Handwerk zu legen. Es muss weiterhin und schnellstens nach alternativen Testmethoden geforscht werden. Sonst werden noch unendlich viele Tiere unsinnig leiden.

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500 Affen zu Tode gequält!

Ergänzung vom 21. September 2003:
Pressemitteilung: 500 Affen zu Tode gequält - Ärztevereinigung stellt Strafanzeige gegen Tierversuchslabor

Bei der Firma Covance in Münster wurden 500 Affen zum Teil auf besonders qualvolle Weise getötet. Die Ärzte gegen Tierversuche e.V. und die tierbefreier e.V. stellten jetzt Strafanzeige. Die Verantwortlichen der Firma haben sich nach Ansicht der Ärztevereinigung der Tiermisshandlung und der Tiertötung schuldig gemacht und damit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Rhesusaffen

Der Rhesusaffe ist eine Primatenart aus der Gattung der Makaken und ist im asiatischen Raum zuhause.

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