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Bleiben die herkömmlichen Käfige für Legehennen?

Bleiben die herkömmlichen Käfige für Legehennen?

Pressemitteilung Provieh vom 16.09.04

Haben die Ministerpräsidenten Wulff und Backhaus ihr Ziel erreicht? -Beratungen um neues Legehennen-Haltungssystem gescheitert.

Kiel-Heikendorf, 16.09.2004 – Am Montag, den 13.09., trennte sich die Arbeitsgruppe zur Entwicklung einer „Kleinvoliere„ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ergebnislos. Damit geht die langfristige Taktik der Ministerpräsidenten Wulff und Backhaus auf, Bundesministerin Künast solange unter Druck zu setzen, bis sie einem Legehennensystem zustimmt, welches nur ein angereicherter Käfig ist.

„Die Käfighaltung, deren Auslaufen zum Jahr 2007 beschlossenen Sache war, wird durch den Hintereingang wieder salonfähig gemacht,„ empört sich Markus Pfeuffer, Fachreferent für Nutztierhaltung bei der Tierschutzorganisation PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V..

Bereits im November vergangenen Jahres wurden im Bundesrat unter großem Eifer der Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Weichen für diese Verbrauchertäuschung gelegt. Damals sollte über die von der EU geforderte Schweinehaltungsverordnung nur abgestimmt werden, wenn im gleichen Zuge die bereits beschlossene Legehennenhaltungsverordnung abgeändert wird.

Wenn auf der kommenden Agrarministerkonferenz am 06.10. der Vorschlag eines so genannten erweiterten ausgestalteten Käfigs angenommen wird, dann haben das die bundesdeutschen Verbraucher den beiden Ministerpräsidenten und dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Ehlen „zu verdanken„, die sich in den Dienst von 3.800 Geflügelhaltern stellen ließen, ganz zum Trotz gegen die hunderttausendfachen Forderung der Verbraucherinnen und Verbraucher nach mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung.

PROVIEH und andere Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände fordern Ministerin Künast auf, diesem Druck der Agrarlobby und ihrer willigen Helfer aus der Politik nicht nachzugeben und alle Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, so einzusetzen, dass den landwirtschaftlichen Nutztieren der Schutz zuteil kommt, der ihnen laut Tierschutzgesetz und Grundgesetz sowie nach dem Verbraucherwillen zusteht.

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