Sie sind hier: Startseite > News > News Massentierhaltung > 60 % der deutschen Hennen in Bodenhaltung

60 % der deutschen Hennen in Bodenhaltung

Bei der Hennenhaltung hat es in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen gegeben, berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Hannover (agrar-PR) - Seit dem 1. Januar 2009 ist die Haltung von Legehennen in der klassischen „Batterie“ verboten. Als Alternative dazu ist neben Boden- oder Freilandhaltung nur noch die tiergerechte sogenannte Kleingruppenhaltung erlaubt. Laut Landwirtschaftszählung von März 2010 gilt mittlerweile die Bodenhaltung als wichtigste Haltungsform für Legehennen, rund zwei Drittel aller Legehennen legen ihre Eier in Bodenhaltung.

Dagegen werden nur noch 17 Prozent aller deutschen Legehennen in der Kleingruppe, die zur Käfighaltung gerechnet wird, gehalten. Weitere 17 Prozent der deutschen Hennen wurden im Frühjahr 2010 im Freiland gehalten, dazu zählen auch die Legehennen aus der Ökohaltung.

Im Laufe des Jahres haben sich weitere leichte Verschiebungen innerhalb der Haltungssysteme ergeben, die Tendenz bleibt jedoch klar. So zählte das Statistische Bundesamt in der jüngsten Erhebung vom Dezember 2010 insgesamt 29,9 Mio. Legehennen in Deutschland. Rund 64 Prozent davon, nämlich 19,0 Millionen Tiere, lebten in Bodenhaltung.

Damit ist die Zahl der Bodenhaltungs-Hennen gegenüber dem Jahr zuvor nochmals um 42 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Hennen in Kleingruppenhaltung um rund 38 Prozent auf 4,7 Mio. Tiere zurück. Während die Freilandhaltung bei den Erzeugern wieder höher im Kurs stand und die Zahl der dort gehaltenen Tiere um 10,5 Prozent auf 4,3 Mio. Hennen stieg, reduzierten die Ökobetriebe ihren Legehennenbestand um 7,4 Prozent auf 1,9 Mio. Tiere.

Niedersachsen blieb auch im vergangenen Jahr der bedeutendste Eierproduzent in Deutschland, jede dritte Henne wurde zwischen Ems und Elbe gehalten.

Die Wiesbadener Statistiker zählten mit 29,9 Mio. Legehennen zum Jahresende zwar rund 11,2 Prozent mehr Tiere als im Jahr zuvor, doch das Niveau vor dem Auslaufen der Käfighaltung wurde damit noch nicht erreicht. So registrierte die MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) für 2008 noch 31,7 Mio. Legehennen in Deutschland.

Insgesamt ist die Selbstversorgung seit 2008 von 67 Prozent auf derzeit geschätzte 55 Prozent eingebrochen, in diese Produktionslücke sind Produzenten aus anderen EU-Ländern gestoßen, die überwiegend noch bis Ende 2012 Hühner in der traditionellen Käfighaltung halten dürfen. Wobei sich auf EU-Ebene die Hinweise darauf verdichten, dass einige Länder weit hinter diesem Zeitplan hinterherhinken und darauf drängen, auch danach nicht auf die Käfighaltung verzichten zu müssen.

Quelle: (LPD) ( agrar-presseportal.de) 26.02.2011

nach oben 60 % der deutschen Hennen in Bodenhaltung   nächste Seite Zu Ostern kein Kaninchen aus der Mast