Sie sind hier: Startseite > News > News Fische > Tierschützer fordern grundsätzliches Verbot

Tierschützer fordern grundsätzliches Verbot

der Fisch-Hälterung

Tierschützer fordern grundsätzliches Verbot

der Fisch-Hälterung

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband, der Tierschutzverein Berlin, fordern ein Verbot der Lebendhaltung von Fischen und Krustentieren im Handel und der Gastronomie. Diese sogenannte Hälterung, die Aufbewahrung von lebenden Fischen und Krustentieren ohne Fütterung zur Qualitätssteigerung des Fischfleisches, ist für Tierschützer Quälerei und damit ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Gegen das Berliner KaDeWe haben die beiden Verbände Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. In den letzten Jahren wurde mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen, dass Fische schmerz-, stress- und leidensfähige Tiere sind und höhere kognitive Eigenschaften aufweisen, als bisher angenommen.

Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Vorsitzender des Tierschutzvereins Berlin dazu: „Es gibt im Zeitalter geschlossener Kühlketten keinen vernünftigen Grund, warum die Tiere nicht direkt nach dem Entnehmen aus dem Meer, See oder Zuchtbecken sachkundig betäubt und getötet werden sollen."

Alle Transportwege sowie die Hälterung ohne Fütterung in kleinen Becken, in denen die Fische dem Besucherverkehr ausgesetzt sind, bedeuten zusätzliches unnötiges Leiden für die Tiere. Hinzu kommt zum Schluss eine Tötung der Tiere unter meist hektischen Bedingungen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse muss dringend die diesbezügliche Gesetzgebung überarbeitet werden. So hat in Österreich beispielsweise der dortige Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass das Anbieten von lebenden Hummern unter den praxisüblichen Umständen in einer Supermarktkette einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Die Verbände kritisieren ebenfalls die Haltung von Hummer mit zusammengebundenen Scheren in nackten Becken.

Strafanzeige gegen das KaDeWe in Berlin

Der Deutsche Tierschutzbund hat gegen das KaDeWe Strafanzeige gestellt. In dem „Luxuskaufhaus" scheiterte der Versuch, einen Karpfen sachgemäß zu töten, woraufhin er bei Bewusstsein in die Kühltheke verfrachtet wurde und somit minutenlangem Leiden und Schmerzen ausgesetzt war. „Das ist sicher kein Einzelfall. Fische vor den Augen der Kunden auf die Theke zu schlagen ist systematische Tierqual, dem gehen wir in jedem uns bekannten Fall konsequent nach. Wenn der Gesetzgeber nicht reagiert, dann müssen wir den Handel zwingen, sich zu bewegen", so Apel.

Quelle:Deutscher Tierschutzbund Stand: Februar 2011

nach oben News Fische   nächste Seite Verbrauchertipps Fisch, Fischprodukte und Schalent