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Blog für Tier- u. Naturschutz

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Freitag, 11. Oktober 2013 - 12:51 Uhr
Update zum Verbot der Zoophilie

Am 13. Juli 2013 trat das Verbot der Zoophilie in Kraft. Sie wird als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe bis zu 25.000,-- Euro, geahndet.

Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 15:17 Uhr
Zoophilie wird verboten

Die Bundesregierung hat in ihrer 3. Tierschutznovelle am 13. Dezember die Sodomie als Ordnungswidrigkeit verabschiedet. Sie soll mit einer Geldstrafe bis zu 25.000,-- Euro geahndet werden. Auch kann dem Zoophilen das Tier entzogen werden. In Kraft tritt die Ordnungswidrigkeit im Februar 2013.

Ein große Gruppe von Tierrechtlern und Tierschützern ist das Verbot noch nicht genug. Sie kämpfen so lange weiter, bis die Sodomie ins Strafgesetzbuch verankert wird. Natürlich bedeutet dieses Vorhaben viel Zeit und Engagement. Große Hürden müssen überwunden werden. Sicher ist, dass in der jetzigen Regierung CDU/FDP kein Eintrag in das Strafgesetzbuch erfolgen wird. Große Hoffnung wird auf eine neue Regierung SPD/die Grünen im Herbst 2013 gesetzt.

Sonntag, 20. Mai 2012 - 15:25 Uhr
Justice, ein gerettetes Bio-Rind

Dies ist die Geschichte von Justice, einem Ochsen, aus dem einmal Bio-Rindfleisch werden sollte.

Justice betrachtet uns in aller Seelenruhe, während wir uns langsam dem Weideplatz nähern, auf dem er es sich an diesem Nachmittag gemütlich gemacht hat. Genau genommen betrachtet er uns nicht einfach nur, er sieht uns an: Seine Augen treffen unsere und halten den Blick. Er hat eine eindeutige, klar erkennbare Intelligenz in seinen Augen und einen Blick, als würde er uns etwas sagen wollen.

Michele, sein Betreuer, erzählt uns seine Geschichte:
Justice, ein junger Ochse, der im Alter von anderthalb Jahren dazu bestimmt war, zu Bio-Schnitzel verarbeitet zu werden, war gerade auf dem Weg zum Schlachter, als er aus dem Transportfahrzeug ausbrach und losrannte. Was ihm dann das Leben rettete, war eine Gruppe von Wildhütern, die mit einem Betäubungsgewehr auf ihn schossen und die damit – aufgrund der seitdem in seinem Kreislauf befindlichen Medikamente – sein »Fleisch« für den menschlichen Verzehr unbrauchbar machten. Andernfalls wäre er wieder eingefangen, verladen und ins Schlachthaus gebracht worden.

Als Justice erstmals auf dem Lebenshof ankam, war er sehr verängstigt, denn das einzige andere Mal, bei dem er in einem Anhänger gewesen war, war auf seiner Fahrt ins Schlachthaus – und so wehrte er sich mit vollem Körpereinsatz. Indem er im Anhänger wild um sich schlug, um herauszukommen, brach er sich schließlich auch sein linkes Horn ab. Sherman, ein anderer Stier, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Hof lebte, ging auf ihn zu und begann, ihn durch den Zaun hindurch abzulecken und zu beruhigen. Justice hat sich das gemerkt und er selbst macht es seither bei jedem Neuankömmling.

Immer wenn Neulinge auf den Hof kommen, weiß Justice, ob sie wirklich verängstigt sind, und das vollkommen unabhängig davon, welcher Tierart sie sind – ob Ziege, Schaf, Truthahn oder was auch immer. So wusste er es z.B. auch beim Schaf Rowdy, der furchtbare Angst hatte, als er hierher kam. Er hatte so sehr im Anhänger gezittert, dass das ganze Ding wackelte, und er hatte sich schier die Seele aus dem Leib geschrien, bis Justice den Hügel hinauf gestürmt und ihm zu Hilfe kam.

Wir bringen die Neuankömmlinge immer erst in den Hühnerhof, da er einerseits sicher verschlossen ist, andererseits aber trotzdem einen 360-Grad-Blick auf das Geschehen im Lebenshof ermöglicht. So ließen wir auch Rowdy in den Hof, wo er mit großem Geschrei umher rannte. Dann kam Justice, der sich einfach nur auf der anderen Seite direkt neben den Zaun stellte. Als auch die Ziegen allesamt herüber kamen, um den Neuen in Augenschein zu nehmen, wusste Justice, dass dies Rowdy nervös machte, und so drehte er sich um und ging ein paar Schritte auf die Ziegen zu, ganz so, als wollte er sagen: »Leute, tretet doch mal ein bisschen zurück – ihr könnt gerne zuschauen, aber ihr seid gerade etwas zu viel für ihn« – und schon entfernten sich die Ziegen.

Nachdem Justice zum Zaun zurückgekehrt war, kam Rowdy zu ihm, obwohl er noch nie im Leben Rinder gesehen hatte. Er stand direkt neben Justice, auf der anderen Seite des Zauns, und hörte auf zu schreien. Seite an Seite stehend, verbrachten sie so die ganze Nacht. Ich brachte ihnen Futter und Wasser, doch sie haben es nicht einmal berührt, stattdessen blieb Justice die ganze Nacht hindurch am Zaun stehen. Er blieb am Zaun bei Rowdy, dem es am nächsten Tag wieder gut ging.

Dasselbe machte Justice für die Lamas, als sie hierher kamen. Er ist ja so ein Guter. Wenn die Neulinge zu uns kommen, geht Justice einfach zu ihnen hin und beruhigt sie und ich bin mir sicher, dass er das tut, weil Sherman es damals für ihn getan hat.

Selbst wenn die kranken Tiere hierher kommen, die hier nichts mehr weiter tun können, als zu sterben – allerdings im Frieden zu sterben, im größtmöglichen Frieden -, ja selbst wenn diese Tiere auch niemals an den Punkt gelangen, an dem sie uns Menschen vertrauen, so nehmen sie doch die Schwingungen der anderen Tiere auf. Sie nehmen den Frieden auf, und gerade Justice ist einer von denen, der ihnen diesen Frieden vermittelt.

Das Beste, was wir in solchen Situationen tun können, ist uns zurückhalten. Sie wissen schon damit umzugehen. Wir sind bloß Menschen. Ich lerne jeden Tag etwas Neues von ihnen und wenn mir das klar wird, frage ich mich: »Warum hab‘ ich das nicht gewusst? Warum kommt mir erst jetzt diese Erleuchtung? Sie wissen so viel mehr als wir.«

Vielleicht ist ja das, was wir in Justices Augen sehen, Mitgefühl.

Quelle: Diane Leigh / http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/justice-ein-gerettetes-bio-rind

(Das Foto zeigt, aus lizenzrechtlichen Gründen, nicht Justice, sondern ein anderes Rind.)

Donnerstag, 17. Mai 2012 - 21:28 Uhr
Zoophilie

Zoophilie bezeichnet das sexuelle Hingezogensein zu Tieren. Schätzungsweise haben in Deutschland bereits 1,6 Millionen Menschen sexuelle Erfahrungen mit Tieren gemacht. Tendenz steigend.

Den meisten Menschen ist nicht bekannt, dass Zoophilie in Deutschland nicht verboten ist. D.h. Jeder Mensch darf sexuelle Handlungen an Tieren vornehmen. Solange das Tier keine äußerlichen Verletzungen davonträgt, bleibt diese Tat straffrei. Die Bundesjustizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger sieht auch keine Notwendigkeit, eine Änderung im Tierschutzgesetz vorzunehmen. Sie begründet dies damit, dass eine Strafverfolgung erfolgt, wenn Tiere erhebliche Verletzungen davontragen. Das derzeitige Tierschutzgesetz würde den Tieren ausreichenden Schutz bieten.

Das seelische Trauma der betroffenen Tiere wird durch das geltende Recht jedoch nicht abgedeckt und kann nicht strafrechtlich verfolgt werden. Die betroffenen Tiere sind ständigem psychischen Stress ausgesetzt, ausgelöst durch ständige Annäherungsversuche der Zoophilen. Zoophile machen sich die betroffenen Tiere gefügig und konditionieren diese um. In der Praxis werden für zoophile Handlungen nicht nur eigene Tiere verwendet. Sexuelle Übergriffe auf wilde oder fremde Tiere ohne das Wissen des Tierhalters sind häufig, wobei die Täter nicht selten aus dem engeren Umfeld des Tiereigentümers kommen. Aber auch das als "Fence-Hopping" (Zaunspringen) bezeichnete Betreten fremder Grundstücke bzw. Eindringen in fremde Häuser oder Ställe, um dort sexuelle Handlungen mit Tieren vorzunehmen.

Das geltende Tierschutzgesetz greift nur, wenn ein Tier erhebliche sichtbare Verletzungen zeigt. Ist es für den Täter sexuell erregend oder befriedigend, Tieren Schmerzen zuzufügen, sie zu verstümmeln oder gar zu töten, spricht man von "Zoosadismus", wobei wiederum verschiedene Ausrichtungen bekannt sind. So existiert beispielsweise der Typus des "Viehstechers", der Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen im Rahmen sexueller Handlungen tötet. Schätzungen von Sexualforschern zufolge, verlieren etwa 500.000 Tiere im Jahr dadurch ihr Leben.

Es gibt dutzende von Internetseiten und Foren, die in Deutschland für jedermann zugänglich sind. Jugendlichen in sexuellen Orientierungsphasen, bekommen durch die anscheinend „falsche Normalität“ eine sexuelle Fehlprägung vermittelt. Durch eine Änderung im Tierschutzgesetz würde eine Hemmschwelle zu einer derartigen sexuellen Orientierung vorhanden sein.

Eine Gruppe von TierschützerInnen setzt sich derzeit für eine Änderung im Tierschutzgesetz ein. Sie fordert das Hinzufügen eines Punktes, der „jegliche sexuelle Handlungen“ am Tier verbietet und unter Strafe stellt.

Noch in diesem Jahr wird es zwei Demos in Köln und in Berlin geben. Wann und Wo diese Marschdemos stattfinden, findet man unter www.tierrechtstermine.de oder unter http://www.tierleid.org/.

Dienstag, 2. November 2010 - 15:46 Uhr
Unser Kirschbaum ist tot!

Heute morgen, am 2. November, kam meine Freundin tränenüberströmt in mein Schlafzimmer. Sie sagte was vom Kirschbaum, ich hatte sie nicht verstanden und fragte nach. "Der Kirschbaum wird gefällt" sagte sie nochmal. Im Moment war mir die Tragweite dessen nicht bewußt. Ich sagte nur " das ist gemein." Sie ging wieder in den Hof. Zwei Minuten später begriff ich erst, was da draußen vor sich ging. Ungewaschen und ungekämmt schlüpfte ich in meine Kleidung und ging auch in den Hof. Da sah ich es.

Unser prächtiger, starker Kirschbaum hatte am Stamm zahlreiche große, helle Wunden. Dieser kräftige, schöne Baum hatte Jahr für Jahr sein Bestes gegeben. Und nun das. Im ersten Moment verschlug es mir die Sprache.

Der Arbeiter hatte mit seinem Höllengerät fast alle dicken Äste bereits abgesägt. Ich blaffte ihn an, was das soll, er könne doch nicht einfach den Baum fällen.

Er verteidigte sich und meinte, er handle im Auftrag von Frau B.
Ich war ziemlich wütend und schimpfte über meine Vermieterin. Ich mußte erneut feststellen, dass der schnöde Mammon immer wieder über den Schutz der Natur geht. "Unser Freund" der Kirschbaum, stand ihr bei neuen Baumaßnahmen im Weg.

Uns waren die Hände gebunden. Schließlich gehört der Vermieterin das Grundstück und alles was darauf wächst.
Wir und viele andere schimpfen auf die globale Naturschändung - aber es geschieht mehr und mehr auch im kleinen Bereich. Das bereitet mir große Sorgen und macht mir Angst.

Nicht nur die Tiere brauchen unseren Schutz - auch die Natur! Wenn wir hier nichts ändern, haben wir bzw. unsere Nachkommen in naher Zukunft, keinen lebenswerten Lebensraum mehr.

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