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News Delfine und Wale Teil 2

Handel mit Walprodukten

Sponsor: Rolf Hicker

Bildlink: Rolf Hicker

Quelle: WDCS 28.09.2004 09:56

WDCS kämpft gegen Handel mit Walprodukten und seltenen Delfinen

München/Bangkok, 23. September 2004: Das Überleben des seltenen Irawadi-Delfins hängt nicht zuletzt von einer Entscheidung ab, über die 166 Mitgliedsstaaten während der 13. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) in der kommenden Woche in Thailand beraten und abstimmen werden.

Während der Konferenz in Bangkok vom 2. bis 14. Oktober stehen mehr als 50 Vorschläge zur Verringerung oder Erhöhung des Schutzstatus von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten auf der Tagesordnung. Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS setzt sich mit Experten vor Ort für den verbesserten Schutz des bedrohten Irawadi-Delfins durch ein Handelsverbot ein und kämpft gegen einen Vorschlag Japans, den kommerziellen Handel mit Walprodukten wieder freizugeben.

Irawadi-Delfine leben in kleinen isolierten Populationen in den Salz- und Süßgewässern Asiens und Nordaustraliens. Durch das Verfangen und den häufigen Tod in Fischernetzen sowie die Zerstörung ihres Lebensraumes stehen einige Gruppen kurz vor dem Aussterben. Sue Fischer, Sprecherin der WDCS, sagt: “Die Entnahme von nur wenigen Individuen für den Verkauf an Aquarien kann die Ausrottung der betroffenen Populationen beschleunigen. Ein Handelsverbot hingegen würde den Regierungen ermöglichen, andere Bedrohungen sinnvoll zu bekämpfen.“

Zum vierten Mal in Folge bringt Japan einen Vorschlag ein, das Handelsverbot mit Walprodukten aufzuheben. Bei der diesjährigen Konferenz beantragt der Walfangstaat eine Legalisierung des Handels mit Zwergwalprodukten aus der Nördlichen Hemisphäre. Japan, Norwegen und Island setzen trotz des seit 1986 in Kraft befindlichen kommerziellen
Walfangverbotes die Waljagd fort und sind an einem Handel interessiert. Sue Fisher von der WDCS kommentiert: „Der Vorschlag beinhaltet ungenaue und irreführende Daten. Eine Annahme des Antrages würde unvermeidlich den Druck auf die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs verstärken, da die Walfangstaaten Interesse haben, neue Märkte für den Absatz von Walfleisch zu schaffen. Das von der Internationalen Walfangkommission (IWC) erlassene Walfangverbot gerät dadurch zunehmend in Gefahr.“

 

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EU-Entscheidung

Quelle: WDCS 11/02/2004 09:07 AM

WDCS und Greenpeace begrüßen die Entscheidung des EU-Parlaments.

München/Hamburg, 10. 2. 2004 – Die WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society, und Greenpeace begrüßen die heutige Zustimmung des Europäischen Parlaments zu einem Verordnungsentwurf, der den Schutz von Kleinwalen in EU Gewässern wesentlich verbessert. Danach soll die Treibnetzfischerei in der Ostsee verboten werden. Mit akustischen Scheuchvorrichtungen (Pingern) sollen die Tiere von den Netzen abgehalten werden. Zudem soll die Zahl der Beobachter auf Fischerbooten erhöht werden. Damit unterstützt das EUParlament den von der EU-Kommission im Juli 2003 präsentierten Vorschlag, mit dem der unbeabsichtigte Fang von Walen und Delfinen im Nordostatlantik reduziert werden soll und fordert darüber hinausgehende Maßnahmen.

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Japans Walfangflotte setzt Kurs auf Antarktis

13/11/2003 11:01 PM

Japans Walfangflotte ist erneut in die Antarktis aufgebrochen, wo sie bis zu 440 Zwergwale erlegen wird.

Die Flotte besteht aus 3 Fangschiffen, einem Sichtungsboot, einem 7000 Tonnen schweren Mutterschiff und einer 200 Mann starken Besatzung. Seit Japan beschloss das kommerzielle Walfangverbot durch die Aufnahme wissenschaftlicher Walfangaktivitäten zu umgehen, ist es bereits das 16. Jahr, in dem die Flotte ausläuft und Wale tötet.

Zwar duldet die IWC den Walfang zu Forschungszwecken, bei Japans Walfangprogramm in der Antarktis und dem Nordpazifik handelt es sich jedoch in Wirklichkeit um getarnten kommerziellen Walfang. Auf der letzten Tagung der IWC im Juni dieses Jahres verurteilte die Kommission Japans Fangaktivitäten als "einen Akt, der gegen das kommerzielle Walfangverbot und gegen den Willen der Kommission verstößt".

Die Tausenden Tonnen Walfleisch und Walspeck, die jährlich bei Japans Jagd auf etwa 700 Zwerg-, Pott-, Sei- und Brydewale anfallen, werden in Japan jedes Jahr kommerziell zu einem Wert von 4 Billionen Yen vermarktet.

Quelle: WDCS, Greenpeace und Associated Press

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