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News Lebendtiertransporte

Katastrophale Zustände bei Lebend-Tiertransporten

Quelle: Tasso-Newsletter vom07.04.2008

Von 77 kontrollierten Lebend-Tiertransporten in Mittelhessen wurde im letzten Jahr 48 Transporte beanstandet, so die Statistik des Giessener Regierungspräsidiums. Damit ist nicht einmal jeder zweite Transport in Ordnung. Missstände gab es vor allem wegen der Überschreitung der zulässigen Fahrthöchstdauer von 8 Stunden bei Normalfahrzeugen ohne Tränkesystem und Ventilatoren, dem Platz für jedes einzelne Tier und den Transportpapieren.

Verstöße gegen die Transportverordnungen oder das Tierschutzgesetz seien eigentlich eher die Regel als die Ausnahme, weiß Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale aus jahrelanger Erfahrung im Tierschutz. “Man kann sich anhand der Stichprobe in Hessen ganz leicht ausrechnen, wie viele Tiere stundenlang unter unzumutbaren Transportbedingungen in Deutschland und Europa leiden müssen.”, so McCreight.

Die Tierschutzorganisation Animals Angels haben Beispiele für Transportzeiten dokumentiert: So seien Pferde von Weißrussland nach Sardinien in der Regel fünf Tage unterwegs, Schafe von Spanien nach Griechenland vier Tage, Kälber von Deutschland nach Spanien 25 Stunden. Tiertransporte per Schiff von Australien nach Ägypten bräuchten ca. 3 Wochen. Dabei handele es sich um Durchschnittswerte. Verzögerungen z. B. durch Staus, Grenzkontrollen oder Unfälle seien noch gar nicht eingerechnet. Eine Änderung der Situation wird es wohl erst geben, wenn die Verstöße gegen die bestehenden Gesetze drastischer sanktioniert werden und sich das Verbraucherverhalten ändert., vermutet Philip McCreight.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Polizei entdeckt unsachgemäßen Tiertransport auf

der A5

Artikel vom 28.09.2005

Am Montagvormittag kontrollierten Beamte der Polizeiautobahnstation Mittelhessen auf der A5 einen Tiertransporter aus Jessen/Deutschland, der mit 227 Kälbern beladen war.

Auf dem Parkplatz Limes West stellten die Beamten fest, dass 15 der geladenen Kälber jünger als 14 Tage waren. Teilweise waren die Tiere nur 8 Tage alt und daher noch nicht gar nicht transportfähig. Außerdem bestand die Befürchtung, dass die erlaubte Transportdauer der Kälber, bei deren Fahrt von Polen nach Spanien, erheblich überschritten würde.

Nachdem eine Tierärztin des Veterinäramtes Gießen hinzugezogen wurde, kam man zu der Entscheidung, den Transport unter Polizeibegleitung bis zum nächsten EU-Aufenthaltsort Trebur-Astheim weiterfahren zu lassen. Dort wurden die 15 Kälber entladen und bis zum Weitertransport versorgt.

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Polizei stoppt überladenen Tiertransport

Artikel vom 11.11.2005

Die Polizei hat am Mittwoch an der Autobahnausfahrt Neumarkt einen völlig überladenen Tiertransporter gestoppt und entdeckte dabei viele zum Teil schwer verletzte Schweine.

Die Polizei-Beamten stellte bei dem Transporter „tierschutzunwürdige Transportbedingungen“ fest. Laut Polizei standen die Tiere teilweise übereinander. Die Tränke- und Belüftungsanlage waren nicht in Betrieb oder fehlten völlig.

91 Schlachtschweinen waren auf engsten Raum zusammen gepfercht. Berechnungen der Polizei-Beamten vor Ort ergaben, dass der gesetzlich vorgeschriebene Raumbedarf um ein Drittel unterschritten wurde. In einer der Boxen waren elf Schweine derartig zusammengedrängt, das der Großteil von Ihnen erheblich verletzt war.

Bereits mehr als sieben Stunden war der 46jährige Viehspediteur aus dem Raum Dillingen mit den Tieren unterwegs. Zu dem Zielort, einer Großschlächterei in Norddeutschland, wären noch weitere sieben Fahrtzeit nötig gewesen. Dann wäre die maximal erlaubte Fahrtzeit von acht Stunden um sechs Stunden überschritten gewesen.

Die Polizei untersagte die Weiterfahrt des Tiertransportes. Für zehn Schweine endete die Reise vorzeitig. Sie wurden bei einer Viehhandlung ausgeladen. Für den Fahrer und auch für die Tiere wurde eine achtstündige Pause angeordnet.
Der Viehspediteur muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen mehrerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz rechnen.

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