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Unbarmherzige Fahrt in den Tod!

Lebendtiertransporte nicht mehr subventionieren!

Deutlich zu sehen, wie eine Kuh aufgehängt am

empfindlichem Hinterbein, brutal ausgeladen wird. Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Es ist unverantwortlich, dass jährlich über 280 Millionen Tiere quer durch Europa und weiter transportiert werden.

Schon das Verladen der Tiere ist ein Martyrium.
Durch das rüde Verladen stehen sie unter starkem Stress. Sie werden mit Schlägen, Tritten und auch mit elektrischen Treibhilfen, über steile und rutschige Rampen in die LKW getrieben. Diese armen Geschöpfe standen vorher monatelang in engen Ställen, haben sich kaum bewegen können und müssen nun plötzlich schnell reagieren und laufen.

Bei diesen Transporten, die zumeist mehrere Tage oder gar noch länger dauern, sterben fast 10 % der Tiere. Das sind über 25 Millionen Tiere im Jahr. Sie verhungern, verdursten, ersticken, werden totgetrampelt oder werden zu Tode geprügelt. Erschöpfte, hungrige und durstige Tiere, die nicht mehr aufstehen können, werden mit äußerst brutalen, grausamen und enorm schmerzhaften Methoden zum Aufstehen und Weitergehen gezwungen. Rinder werden an ihren schmalen Fesseln an Seile gehängt, um sie auf Schiffe zu verladen. Dabei kommt es häufig vor, dass ihre Beine brechen, und der gebrochene Knochen die Haut durchstößt. Erschöpfte, verletzte Tiere wird in die Augen gegriffen, ein besonders bestialisches, schmerzhaftes Vorgehen, wenn sie nicht schnell genug aufstehen. Auf die Qualen, die diese Tiere erleiden, wird keinerlei Rücksicht genommen: Sie werden nicht als lebende Wesen, sondern als Ware gesehen...

Sicher, die meisten Menschen reagieren geschockt, wenn sie solche Bilder im Fernsehen sehen. Aber was wird dagegen unternommen? Die zuständigen Behörden dulden diese Grausamkeiten. Der Grund hierfür ist beschämend: Lebendtiertransporte sind billiger als Fleischtransporte. Den Spediteuren ist es letztendlich egal, ob ein Tier verletzt wird, ob es Schmerzen, Hunger und Durst hat. Hauptsache es kommt lebend an, weil sich damit gutes Geld verdienen läßt. Der Gipfel dieser Grausamkeit ist, dass die Lebendtiertransporte von der EU subventioniert werden.

Da in Europa die Rindfleischerge wachsen und neue Absatzmärkte gesucht werden, bekommen Exporteure, die Rinder mit dem LKW oder dem Schiff in ferne Länder transportieren, eine sogenannte Exporterstattung. Diese Exporterstattungen, die im letzten Jahr um 8 % erhöht wurden, werden von den Steuerzahlern bezahlt. Auch Importe in die EU sind ein lohnendes Geschäft. So werden zum Beispiel Pferde billig in Russland, Polen oder der Ukraine eingekauft und als Salami in Frankreich oder Italien teuer verkauft.

Wir müssen uns auch hier fragen lassen, ob in unserer Gesellschaft das Streben nach Gewinn über dem traurigen Schicksal der Tiere steht! Es ist beschämend! Wir Menschen sind stolz darauf, dass wir menschlich handeln. Aber wir lassen zu, dass die Tiere bestialisch behandelt werden!

Die Lebendtiertransporte werden erst ein Ende finden, wenn das Geschäft unrentabel wird. Dabei kann jeder helfen!

Wir müssen versuchen auf Fleisch zu verzichten, um deutlich zu zeigen, dass wir nicht bereit sind, für ein Verbrechen an hilflosen Tieren zu bezahlen.

 

Update

Allein über 200.000 Rinder werden leider immer noch Jahr für Jahr unter unsäglichen Bedingungen bis in den Vorderen Orient transportiert. Die Qual der Tiere bei Transport und Verladung auf dem Weg von Norddeutschland über Südfrankreich, die brutale Verschiffung bis nach Beirut ist ohne Beispiel. Lebende Rinder werden bspw. im Hafen Beirut an Seilwinden hängend ausgeladen und mit gebrochenen Gliedmaßen liegend zum Schlachthof transportiert. Nach Vorlage von Beweisen dieser qualvollen Behandlung an Rindern, hat offenbar die EU-Kommissarin letztlich bewegt, zu handeln.

Für diese so genannten Schlachttiertransporte erhalten die Beteiligten noch immer Gelder in Form von EU-Subventionen. Durchschnittlich werden 231,- € Subventionen pro Rind an die Exporteure gezahlt. Diese kaufen die Tiere bei Bauern u. a. in Norddeutschland auf. Die so genannten Schlachtrinder gehen per LKW in weit entfernte Häfen (u. a. Sète/Frankreich oder Triest/Italien), um dann unter grausamsten Bedingungen mit einem Schiff bis in den Libanon oder nach Ägypten transportiert zu werden. Entgegen den bisherigen Versprechungen aus der Politik sind die Zahlungen in den vergangenen Jahren angestiegen. In diesem Jahr wurden ca. 77 Mio. Euro für Ausfuhrerstattungen bereitgestellt.

Zitat: »Die Verwandlung eines Lebewesens in ein Bündel von Schmerzen und stummer Verzweiflung ist ein Verbrechen - was sollte eigentlich sonst ein Verbrechen sein.«
Prof. Dr. Robert Spaemann, Philosoph

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