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Problempulver Fischmehl

Volle Teiche - leere Meere

Sendung "Der stille Tod", Abenteuer Forschung vom 3. Juli 2002, 22.15 Uhr im ZDF

Seit den 70er Jahren blüht die Fischmehlproduktion - ein umstrittenes Geschäft. Rund ein Drittel der derzeit weltweit gefangenen Fische gerät in die Mahlschnecke.

Volle Teiche - leere Meere?
Den Löwenanteil der Fischmehlproduktion verbraucht die Aquakultur, die Zucht von Fischen, Krabben und Muscheln in Becken und Netzkäfigen. Um ein Kilo Zuchtfischfleisch zu erhalten, müssen zwei bis drei Kilo Fangfisch zugefüttert werden - in Form von Fischmehl. Eine beispiellose Verschwendung der ohnehin knappen Meeresfrüchte, meinen viele. Allerdings sind diese "Futterfische" klein und grätenreich und für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. Die damit gemästeten Luxusfische Lachs, Steinbutt und Aal können dagegen auf dem Weltmarkt hohe Preise erzielen.

Sojabohne statt Fischmehl
Die Nachfrage nach Fischmehl ist durch den rasanten Boom der Aquakultur drastisch gestiegen, und dieser Trend setzt sich fort. Ziel ist, das Fischmehl durch pflanzliche Futterstoffe zu ersetzen, zum Beispiel aus der Sojabohne. Kritiker entgegnen, dass die Welt-Sojaproduktion diesen enormen Bedarf nie decken können. Die Sojapflanzen müssten auch genetisch modifiziert werden, denn noch fehlen ihnen die für die Fische essentiellen Aminosäuren. Raubfische wie der Lachs sind außerdem keine Vegetarier.

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