Wilderei in Afrika

Elefanten

Gier nach Elfenbein bedroht Afrikanische Elefanten
Es sind regelrechte Massaker, dieWilderer in Afrika an Elefanten verüben. Manchmal sterben Hunderte Tiere binnen weniger Tage. Tierschützer berichten von einem Abschlachten der Elefanten in Tansania: In dem ostafrikanischen Land ist die Zahl der Dickhäuter seit 2009 um rund 65.000 Tiere gesunken - das entspricht 60 % der Gesamtpopulation.

Im Ruaha-Rungwa-Gebiet sind die Bestände besonders drastisch eingebrochen. Dort nahm die Population allein seit 2013 von 20.000 auf 8.500 Exemplare ab. Als Hauptursache wird der Handel mit Elfenbein gesehen. In Mali leben die letzten 300-400 seltenen Wüstenelefanten, die massiv durch Wilderei und Bürgerkrieg bedroht sind.

Wenn das Abschlachten unvermindert weitergeht, werden in 10 Jahren keine Elefanten mehr in Afrika leben.

Elfenbein die Blutdiamanten des 21. Jahrhunderts
Viele Menschen glauben, dass die Elefanten vor Jahren gerettet wurden, als ein internationales
Handelsverbot für Elfenbein in Kraft trat.

Traurigerweise sieht die Realität ganz anders aus. Die jüngsten so genannten "Einmalverkäufe" von Elfenbein aus Lagerbeständen nach China und Japan waren für Wilderer das Signal, wieder stärker aktiv zu werden und jedes Jahr Tausende Elefanten abzuschlachten.

Die Elefantenpopulationen in einigen Regionen West- und Zentralafrikas sind kurz davor auszusterben. In einigen Ländern wie Sierra Leone wurden in jüngster Zeit die letzten dort lebenden Elefanten gewildert. Im Senegal ließen die Wilderer bisher höchstens zehn Elefanten am Leben.

Der Wert geschmuggelter Waren aus dem Handel mit Wildtieren rangiert direkt hinter dem illegal gehandelter Waffen und Drogen. Überall in Afrika nutzen bewaffnete Bürgerkriegsparteien oder Gruppen in anderen Konflikten den illegalen Elfenbeinhandel, um ihre Feldzüge zu finanzieren. Stoßzähne sind die neuen "Blutdiamanten".

Dieses Gemetzel darf nicht weitergehen.
Wir haben eine moralische Verpflichtung, die Elefanten auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Viele unserer Gefühle empfinden auch Elefanten. Wir wissen, dass Elefanten den Tod eines geliebten Artgenossen betrauern und, dass Elefantenbabys, die den gewaltsamen Tod ihrer Mütter mit ansehen mussten, oft schreiend aufwachen.
Die einzige Lösung ist ein umfassendes Handelsverbot ohne Einschränkungen.

Wie das Schicksal der Elefanten in Zukunft aussehen wird, hängt wesentlich von der EU und Deutschland ab und welche Rolle die Bundesregierung bei zukünftigen Entscheidungen zum Elfenbeinhandel spielt. Helfen Sie uns, Deutschland an seine Verantwortung zu erinnern und schreiben Sie einen Brief an die zuständige Ministerin, in dem Sie sie bitten, sich für ein konsequentes und ausnahmsloses internationales Handelsverbot für Elfenbein einzusetzen.

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