Das massenhafte Leiden in Tierfabriken

Entenhaltung: Ein Besuch in einer "ganz normalen" Entenmast

Entenhaltung: Ein Besuch in einer "ganz normalen" Entenmast

Eine Entenmastanlage irgendwo in Deutschland. Abertausende Tiere werden in einem Stall eingepfercht - fernab vom Wasser und einer Bademöglichkeit - fernab vom Grünland .....zum Verzehr für die Verbraucher....gemästet. Das ist der einzige Ort, den sie in ihrem kurzen Leben kennen lernen werden.

Die Zusammensetzung der Hallenluft ist beängstigend - Ammoniak, Schwefeldioxid, Fäulnisgeruch von Kadavern und Federstaub. Messungen der Hallenluft ergeben oftmals eine Überschreitung der zumutbaren Werte des Reizgasgehaltes. Während der Mastperiode, die 6 - 7 Wochen andauert, wird die Einstreu nicht gewechselt - die Strohschicht ist vom eigentlichen Boden zeitweise einen halben Meter hoch, weil frische Einstreu auf die vorhandene Schicht Stroh aufgetragen wird.

Keime und Erreger in den modrigen Überresten der vorangegangenen Mastdurchgänge verbleiben in der Halle und können zu Erkrankungen bei den neu eingestallten Enten führen. Oftmals unterbleibt das - vorgeschriebene Desinfizieren der Halle nach jedem Mastdurchgang - und so wird die Halle dann erst nach drei oder vier Mastdurchgängen geräumt und gereinigt.

Der hohe Anteil an Federstaub in der Hallenluft ermöglicht nur einen getrübten Blick. Fehlende Bademöglichkeiten ermöglichen den Enten nur Gefiederpflegeversuche. Eine ausgiebige Gefiederpflege ist nicht möglich, denn hierzu benötigen die Wasservögel - Wasser.

In der Halle herrscht ein Ohren betäubender Lärm. Das Schnattern der vielen Artgenossen übertönt alles. Ventilatoren,

die für Abluft und Frischluft sorgen sollen, schnarren monoton und laut. Hinzu kommt ein relativ periodisches Zischen in den Rohren der Futteranlage, über die die Enten mit Turbo-Kraftfutter versorgt werden.

Im Jahr 2002 wurden in Deutschland laut Angabe des Verbraucherministeriums (Tierschutzbericht 2003/"Schlachten und Töten von Tieren") 13,8 Millionen Enten durch Schlachtung getötet.

In Deutschland leben derzeit ca. 14 Millionen Enten, der Großteil in industriellen Mastanlagen. Sie werden in großen Hallen gehalten - zwischen 10 und 14 Enten vegetieren auf einem Quadratmeter Hallenplatz vor sich hin. Viele von ihnen sterben bereits in den ersten zwei Wochen, weil sie die erdrückende Atmosphäre in der Massenhalle nicht überstehen, sie bekommen Fieber, Lungenentzündung und gehen elendig daran zugrunde.

In manchen Fällen setzt ihnen das energiehaltige Mastfutter derart zu, dass ihr Kreislauf versagt oder aber sie verdursten elendig, da der Mastanlagenbetreiber nicht bemerkt, dass diese Tiere für diese Art der Haltung einfach zu schwach sind. Sie sind nur "einkalkulierter Ausschuss", der zum geplanten Sterben mit in die Halle gesetzt wurde.

Für die Enten, die die ersten beiden Wochen überleben, ist die Qual noch nicht vorüber. Viele von ihnen bekommen Gleichgewichtsstörungen, liegen in den Turbomastanlagen rudernd auf dem Rücken. Für sie wird es ein qualvolles Ende, denn ihr Gleichgewichtssinn ist durch die rasante Gewichtszunahme, die schwachen Knochen und durch die überproportionale Muskulatur stark gestört - sie werden an diesem Ort sterben. bitte lesen Sie hier weiter...

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies entsprechend den Bestimmungen unserer Datenschutzerklärung zu. Wir sammeln keine Daten, über die Sie persönlich identifiziert werden können. mehr Infos