Berliner Zoo verstümmelt Brillenpelikan

Der Berliner Zoo feiert den Bruterfolg eines Brillen-pelikan-Kükens.

Für das Jungtier wird sich schon bald die grausame Zoo-Realität einstellen, warnt die Tierrechts-organisation PETA Deutschland e. V. Denn rechtzeitig zur Flugfähigkeit wird es vom Zoopersonal verstümmelt werden. Um den Zoobesuchern eine angeblich artgerechte Haltung in einer Außenanlage vorzugaukeln, ist es in deutschen Zoos und so auch in Berlin gängige Praxis, Vogelarten wie Pelikanen und Flamingos die Flugfedern zu beschneiden. PETA fordert ein generelles Zuchtverbot für Tiere in zoologischen Einrichtungen. Außerdem sollen sich die Zoos in Auffangstationen für Tiere umwandeln, die sich in Notlagen befinden wie etwa Tiere aus Zirkusbetrieben.

"Die Flügel eines Vogels zu stutzen ist genauso unmenschlich, wie einem gesunden Menschen grundlos beide Beine zu amputieren", sagt Zooexperte Bernd Hoffmann von PETA. Brillenpelikane sind ausge-sprochene Flugkünstler, die einzelne Flugstrecken von bis zu 1.000 Kilometer zurücklegen und dabei Flug-höhen von 3.000 Meter erreichen. Jeder Zoobesucher sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Grausamkeit mit seinem Eintrittsgeld unterstützt wird, so PETA. "Der Berliner Zoo ist eine rein kommerzielle Unternehmung, in der Tiere nur als Zuschauer-magneten dienen und für die Unterhaltung der Menschen ausgenutzt werden."

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