Schonzeit für Füchse ist notwendig

Quelle: undine-kurth.de

Jahr für Jahr werden in Deutschland rund 600.000 Füchse erlegt. Dabei kommen auch besonders tierquälerische Jagdmethoden wie die Bau- oder Fallenjagd sowie die Abrichtung von Hunden auf lebende Füchse zum Einsatz.

In den wenigsten Bundesländern ist der Fuchs geschützt, sondern wird ganzjährig bejagt.

Nur Elterntiere, die für die Aufzucht des noch nicht selbständigen Nachwuchses erforderlich sind, werden durch das Jagdgesetz kurzzeitig geschützt. Dabei bleibt aber die Einschätzung dessen, welches Tier wie lange für die Jungenaufzucht notwendig ist, weitgehend dem Jäger überlassen. So kommt es, dass sehr häufig Füchse geschossen werden, die sich mitten in der Jungenaufzucht befinden. Die Jungen haben keine Chance zu überleben.

Es gibt keine vernünftige Begründung für die intensive Verfolgung, der der Fuchs derzeit ausgesetzt ist. Unser gewachsenes Verständnis für ökologische Zusammenhänge und unser Respekt vor dem Mitgeschöpf Tier gebieten, dass wir den Fuchs nicht als vermeintlichen Schädling verfolgen, sondern ihn als wichtigen Teil unserer Natur anerkennen und als einen Regulator des ökologischen Gleichgewichts achten.

Um einen stärkeren Schutz des Fuchses und die Einführung einer Schonzeit zu erreichen, hat sich ein breites Bündnis von Natur- und Tierschützern, Fuchsliebhabern und Jagdgegner gegründet. Auch Undine Kurth unterstützt das Anliegen. Jede weitere Organisation, die sich für die Einführung einer bundesweiten Schonzeit für den Fuchs stark machen möchte, ist herzlich willkommen. Siehe: http://www.schonzeit-fuer-fuechse.de/index.html.

Irrsinn Jagd

Irrsinn Jagd

Die Jagd auf Waschbären, Marderhunde, Fuchs und Co. ist mit nichts zu begründen

Wenn man das alles aufzählen wollte, was Jäger vor die Flinte bekommen, wäre es eine immens lange Liste, von jagdbaren und nichtjagdbaren Tieren, Haustieren und Menschen mit eingeschlossen.

So wurden allein nur in Thüringen in der vergangenen "Jagdsaison" 2009/2010 von Jägern nicht "nur" 33.300 Rehe, 1.050 Stck. Damwild, 4.500 Rothirsche, 20.300 Wildschweine, 1.350 Mufflons, 2.550 Feldhasen und 1.550 Kaninchen erlegt, nein auch unsinnigerweise 4.100 Waschbären, 88 Marderhunde, 24.350 Füchse, 2.320 Dachse, 6.050 Stockenten, 960 Ringeltauben, 4.200 Rabenkrähen und 3.800 Elstern getötet. Bereits bei dieser Aufzählung wird die Widersinnigkeit des Verhaltens deutscher Jäger zur Gewißheit. Da brüsten sie sich damit, daß sie über Tausend Mufflons geschossen, verschweigen jedoch, daß sie selbst diese Tiere ins Land gebracht, um ein breiteres "Beutespektrum" zu haben.

Ebenso verhält es sich mit dem sogenannten "Jagdfasan". Erst durch die unsinnigen Abschüsse von heimischen Beutegreifern erhielten Waschbär und Marderhund die Chance sich hier anzusiedeln. Freigewordene Fuchsreviere durch den Abschuß werden schnell durch einwandernde evtl. kranke Füchse bzw. Marderhunde besetzt. Der sogenannte "erhebliche Schaden", den Waschbären anrichten, wie ihn das jägerfreundliche Agrarministerium bezeichnet, läßt sich leider überwiegend lediglich nach vertilgten Schnecken und anderem Kleingetier beziffern. Wirklich nachgewiesene Schäden kann auch das Thüringer Ministerium nicht vorweisen. Waschbären und Marderhunde jetzt mit der Falle bekämpfen zu wollen, ist wohl das Perfideste, was sich Menschen einfallen lassen können.

Doch Jäger sind nun mal perfide, wie immer wieder festzustellen ist. Wildbiologische Gutachten haben durch jahrelange Forschungsarbeit ergeben, daß weder Füchse noch Rabenkrähen und Elstern am Niedergang von Bodenbrütern (Gelegeraub bei Vögeln findet in der Bevölkerung stets Gehör) maßgeblichen Anteil haben doch behauptet wird es immer wieder.

Fazit: Jeglicher Abschuß von Beutegreifern ist mit nichts zu rechfertigen. An den jährlich kaum zu bewältigenden Populationen der Feldmaus erkennt bereits der Laie, daß hier etwas aus dem Lot läuft. Wenn dann diese Bestände durch barbarisch wirkende Gifte reduziert werden, die so ganz nebenbei auch andere teils strenggeschützte Wildtiere mit in den Tod reisen, wird der Unsinn des Beutegreiferabschusses, bei denen die Feldmaus ganz oben auf der Speisekarte stehen, offensichtlich.

Auch daß die Populationen von Wildschweinen erst durch den Eingriff von ihnen so immens ansteigen, verschweigen die Jäger. Ebenso propagieren sie nicht, daß deutschlandweit jährlich über 5 Millionen Wildtiere durch ihre Hand sterben. Die etwa 300.000 Hauskatzen und 40.000 Hunde sowie jährlich etwa 40 Menschen, die ihr Leben durch Jäger verlieren, nur am Rande erwähnt. Es wäre folglich für unsere Tier und Umwelt der größte Segen, würde die Jagd, das Überbleibsel einer längst verstrichenen Zeitepoche, ganz abgeschafft und die Natur, wie bereits in Habitaten wie in der Schweiz, in Nord und Mittelitalien sich selbst überlassen würde. Es gäbe keine Populationsprobleme und ebenso wenig Verbißschäden in unseren Wäldern.

Doch solange es noch jagdgeile Politiker gibt, werden wir wohl noch mit den hausgemachten "Naturproblemen" konfrontiert werden. Jäger werden auch den Menschen noch lange vorgaukeln, daß es sie geben muß, um angeblich regulierend in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft einzugreifen. Die wirklichen "Regulierer" wurden und werden stets von Jägern verfolgt und getötet.

Die Jagd als ein Relikt aus der Zeit der Menschwerdung, wird wohl noch so lange Bestand haben, so lange es Menschen gibt, deren größte Lust es ist, "Beute zu machen" und "andere Lebewesen zu töten". Statt Leben und Gesundheit unserer Mitgeschöpfe, mit denen wir den Lebensraum Natur teilen, zu achten, verfolgt und tötet eine gewisse Klientel diese Wesen oftmals mit einer Inbrunst, die man getrost als pervers bezeichnen und wie schon Altkanzler Heuss beim Namen nannte, als Geisteskrankheit diagnostizieren kann.

Quelle: http://www.dtoday.de
vom 19.02.2011

Rückkehr der Räuber

Wie kein anderes Tier schürt der Wolf Vorbehalte - wo er in Deutschland auftaucht, regen sich Ängste, weil wir ein gestörtes Verhältnis zur Natur haben.

Sie sind wieder da. Mehrere Wolfsrudel mit insgesamt mehr als sechzig Einzeltieren ziehen durch Gebiete, in denen ihre Artgenossen vor über 150 Jahren systematisch ausgerottet wurden. Die meisten der aus Polen zugewanderten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg, einzelne wurden allerdings ebenfalls in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein gesichtet.

Wie kein anderes Tier ist der Wolf Archetypus, schürt Ängste und Vorbehalte. Wie soll sich da ein Zusammenleben gestalten? Klar ist: Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gehören Wölfe zu den streng geschützten Arten, und ihre Anwesenheit polarisiert die Gesellschaft.

Dennoch sieht die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt vor, bis 2020 auf zwei Prozent der Fläche Deutschlands Wildnis zu entwickeln - ein Eingeständnis an die Kreaturen um uns herum und Zeichen dafür, dass sich das Verständnis von Wildnis und Wildtieren verändert hat. Um den Tieren das Wandern zu erleichtern, sind bereits Grünkorridore geplant, die Deutschland mit Polen verbinden und die Wölfe vor dem Tod auf der Straße schützen sollen.

Die Natur und ihre Entfaltung werden zu Recht als Wert an sich betrachtet, ihre Erscheinungsformen als schützenswert und würdig. Das muss auch für den Wolf gelten. Er ist keine Tötungsmaschine, von ihm geht keine Gefahr für den Menschen aus - auch wenn Hunderte Märchen etwas anderes weismachen wollen.

Ein Blick nach Polen, wo es mehr als sechshundert Wölfe gibt, ist aufschlussreich: Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Angriffe auf den Menschen. Dennoch sind vor allem die Landbewohner Polens nicht gut auf den Wolf zu sprechen. Trifft ein Wolf auf nicht eingezäuntes Weidetier, verfällt er in einen Blutrausch und schlägt mehr, als er fressen kann. Es ist gewöhnungsbedürftig, dass er keineswegs ein Waldbewohner ist, gerne auch Industrielandschaften besiedelt und nachts um die Häuser streift. Aber es ist eben nicht mehr als das: gewöhnungsbedürftig.

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