Norwegen will Pelzfarmen verbieten

Die norwegische Arbeiterpartei (Labour Party) hat dafür gestimmt, Pelzfarmen in Norwegen auslaufen zu lassen.
Die Entscheidung kommt nach jahrelanger Recherche- und Kampagnenarbeit von verschiedenen norwegischen Tierrechts-gruppen. PETA Deutschland e.V. begrüßt den Vorstoß der Partei und hofft, dass damit das Ende der Pelzfarmen in Norwegen eingeläutet wird.

Tiere auf Pelzfarmen leiden weltweit unter entsetzlichen Bedingungen: Sie verbringen ihr gesamtes Leben in engen, dreckigen Drahtkäfigen, in denen sie allen Wetterverhältnissen schutzlos ausgeliefert sind.

Oft haben sie keinen Zugang zu frischem Wasser und erhalten keine tierärztliche Versorgung. Alle natürlichen Verhaltensweisen werden ihnen verwehrt. Durch die intensive Gefangenschaft entwickeln die Tiere auf Pelzfarmen oft

Verhaltensstörungen, benagen gestorbene Artgenossen und sich selbst.

Aufgrund der Pelzfarmen innewohnenden Grausamkeiten haben Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Kroatien, Schweden und das Vereinigte Königreich (UK) Pelzfarmen in ihren Ländern verboten oder lassen diese derzeit auslaufen. Da Norwegen nun kurz vor der Abschaffung von Pelzfarmen steht, richten die Tierrechtsgruppen ihre Aufmerksamkeit auf Dänemark und Finnland.

Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzpelzen und tötet jährlich ca. 10 bis 13 Millionen Nerze ihres Felles wegen. Nerze sind von Natur aus schüchterne Tiere, die in engen Fami-lienbünden leben. Auf Pelzfarmen werden sie zusam-mengepfercht in kleine Käfige gesperrt und leiden vom Moment der Geburt an bis zu ihrer brutalen Tötung ("Fellernte").

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